Gefahren minimieren in der Corona-Krise: Schutz vor „Zombie-Firmen“, krisensicheres Lieferkettenmanagement und Neuerungen im Insolvenzrecht Top-Themen bei „Advoselect“-Herbsttagung in neuem Online-Format

Wenn sich Wirtschaftsanwälte aus ganz Europa zur „Advoselect“-Herbsttagung treffen, um sich zu den neuesten Entwicklungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung auszutauschen, dann steht normalerweise der persönliche Kontakt ganz im Vordergrund. In diesem Jahr  war jedoch alles ein bisschen anders: Statt einer Präsenzveranstaltung fand die Herbsttagung pandemiebedingt in einem neuen Online-Format statt, bei dem sich die Kanzleien über Videokonferenzen zusammenschalteten.  

 „Es wird niemanden verwundern, dass Corona in diesem Jahr das alles bestimmende Thema war“, so Dr. Katalin Preda von der Kanzlei Preda & Partner. „Im Mittelpunkt der Tagung stand vor allem die Minimierung der vielfältigen Risiken, denen europäische Unternehmen in der aktuellen Krise ausgesetzt sind.“ Herausragende Themen waren dabei das richtige Lieferkettenmanagement und der Umgang mit Force-Majeur-Klauseln in den unterschiedlichen europäischen Ländern. „Dieser Themenbereich hat aktuell eine so große Relevanz für die Wirtschaft in Europa, dass wir eine eigene Web-Seminarreihe für Mandanten der „Advoselect“-Kanzleien auf den Weg gebracht haben. Die ersten drei Folgen mit den Schwerpunkten Deutschland, Großbritannien, Italien, Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Russland und Ungarn hatten bereits große Resonanz.“ Im kommenden Jahr sind weitere Web-Seminare geplant. Die Teilnahme ist kostenlos. Im Nachgang können die Web-Seminare auch online unter http://blog.advoselect.com abgerufen werden, wo Interessierte auch viele weitere aktuelle Beiträge rund um das Wirtschaftsrecht in Europa finden.  

Ein zweiter Themenkomplex, der bei der diesjährigen Herbsttagung im Mittelpunkt stand, waren die aktuellen Entwicklungen rund um das Insolvenzrecht. Vor allem in Deutschland ist in diesem Bereich gerade sehr viel in Bewegung – vom außergerichtlichen Sanierungsverfahren über die begrenzte Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis hin zu Veränderungen bei der Restschuldbefreiung. Auch der Schutz des eigenen Unternehmens vor Gefahren, die unentdeckte „Zombie-Firmen“ als Geschäftspartner mit sich bringen, treibt viele Unternehmer in Europa derzeit um und war somit auch ein beherrschendes Thema der Herbsttagung.

Auch wenn der persönliche Kontakt in diesem Jahr nicht wie sonst gewohnt möglich war, nutzten wieder zahlreiche Anwältinnen und Anwälte aus ganz Europa die Möglichkeit, sich zu rechtlichen Entwicklungen in anderen Ländern zu informieren, Fachinformationen auszutauschen und wertvolle Kontakte zu knüpfen, um ihre Mandanten auch in Krisenzeiten bestmöglich beraten zu können. „Die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg ist gerade jetzt wichtiger denn je, denn so wie das Virus machen zum Beispiel auch Lieferketten nicht vor Landesgrenzen Halt“, so Dr. Katalin Preda. „Unsere Mandanten können sicher sein, dass sie auch bei Fragestellungen rund um Geschäfte im europäischen Ausland immer eine schnelle und kompetente Beratung bekommen, weil hinter jeder regional verankerten Advoselect-Mitgliedskanzlei immer auch ein starkes, europaweites Netzwerk an Experten steht.“